Das JUNGLE ORCHESTRA Das JUNGLE ORCHESTRA wurde 1991 in Würzburg gegründet. Der Idee eines begeisterten Liebhabers der 1920er und 1930er Jahre, Toni H. Walter, war es zu verdanken, dass sich ein knappes Dutzend junger Musikerinnen und Musiker unter seiner Leitung den Anfängen der Jazz- und modernen Tanzmusik widmeten.

Bedingt durch die wirklich ernsthaften Dinge des Lebens, vor allem Familie und Beruf, war die Besetzung des Orchesters in den ersten Jahren einer starken Fluktuation unterworfen. Die Dynamik, die durch neue musikalische Akteure und Akzente den Klang des Orchesters in der Anfangszeit geprägt hat, wurde in den letzten Jahren durch eine stilistische Reife ersetzt, die auf eine gut eingespielte Stammbesetzung zurückzuführen ist. Nach wie vor aber kommen musikalische Impulse durch Repertoireerweiterungen abseits altbekannter Jazz-Pfade oder Gastspiele ehemaliger JUNGLE-Musiker.

Vitalisierend wirken selbstverständlich auch die Biografien einzelner Bandmitglieder. Obwohl sich das JUNGLE ORCHESTRA als ein Ensemble begeisterter Amateure versteht, greift es immer wieder gerne auf den Erfahrungsschatz seiner Musiker zurück, von denen einige mit einer höchstdiplomierten musikalischen Ausbildung gesegnet sind.
Die Sängerin Monika Schmid:
Die Sängerin Kerstin Meidel Aus einer Laune heraus ergriff Monika Schmid bei einem Konzert in ihrer Heimatstadt München das Mikrofon. Das klangliche Ergebnis begeisterte Publikum und Orchester gleichermaßen, so dass die studierte Schulmusikerin seitdem ihren Stammplatz in der Band gefunden hat.
Der Tenorsaxophonist und Klarinettist Christian Beckert:
Wie bei anderen dieser Truppe liegen seine musikalischen Wurzeln in der Blasmusik. Wie die derzeitige Berufsbezeichnung des studierten Biologen, "Research Technician", jedoch vermuten lässt, kümmert sich Christian Beckert im Orchester auch auch um technische Details und beeindruckt immer wieder durch seine Forschungsstreifzüge in die Jazzgeschichte.
Die Altsaxophonistin und Klarinettistin Ulrike Neubert:
Die Altsaxophonistin und Klarinettistin Ulrike Neubert Zeitweilig war Ulrike Neubert die einzige Frau unter den Instrumentalisten. Dass ihr das nichts ausgemacht hat, beweist ihr Standvermögen. Immerhin swingt sie schon seit 1993 mit Altsaxophon und Klarinette im Orchester. Exzessiven Showeinlagen steht sie skeptisch gegenüber, auf ihre Soli jedoch kann man sich immer verlassen.
Der Altsaxophonist und Klarinettist Axel Horvath:
Den gutbürgerlichen Ratschlag, dass einer künstlerischen Berufung ein solider Beruf vorangehen müsse, hat Axel Horvath sehr ernst genommen. So widmete er sich zunächst Brücken und Wurzeln und setzte erst Anfang 2007 der Leidenschaft eine Krone auf, indem er zum Jungle wurde. Er selbst spielt amerikanische Conn-Instrumente aus den Jahren 1928 bis 1936. Außerdem beeinflusst er das Orchester durch den Klang seines - in dieser Formation eher ungewöhnlichen - Sopransaxophons.
Die Trompeterin Susanne Fricke:
Mag es sich auch noch so despektierlich anhören: Keine growlt so schön wie sie! Die diplomierte Musikerin, die im Alltag versucht, jungen Pianisten saubere Töne und richtige Körperhaltung beizubringen, entlockt bei JUNGLE-Konzerten ihrem Instrument höchst seltsame, aber wunderschöne Töne.
Der Trompeter Gregory von Abendroth:
Der Trompeter Gregory von Abendroth Der baumlange Jüngling mit edlem Gemüt kann mit seiner Trompete so richtig dirty Blues spielen und growlen wie Bubber Miley. Genau so ernsthaft, wie sich der Biologe beruflich mit den Vorgängen in der belebten Natur beschäftigt, geht er stilistisch den musikalischen Vorgängen seines Instrumentes auf den Grund - mit wunderbaren Ergebnissen!
Der Trompeter Manfred Mittler:
Der Trompeter Manfred Mittler Als Glücksfall für seine musikalische Laufbahn kann der Blechbläser die Begegnung mit dem JUNGLE ORCHESTRA bezeichnen. Nachdem er seine Trompete jahrelang vernachlässigt hatte, begann er, diesen Zustand ab 1995 zu ändern. Selbstredend war dies auch ein Glücksfall für die Band, denn solche Talente darf man einfach nicht ruhen lassen.
Der Posaunist Stephan Karollus:
Der Posaunist Stephan Karollus Als Gründungsmitglied stellt Stephan Karollus seine Posaune seit 1991 in den Dienst des Orchesters. Kaum einen Gig hat er ausgelassen und er kann somit auf eine reiche Bühnenerfahrung zurückgreifen. Seine musikalischen Anfänge liegen in der Hammelburger Stadtkapelle, und in dieser harten Schule hat sich der Posaunist eine Probendisziplin zugelegt, die das JUNGLE ORCHESTRA stets auf den richtigen Pfad zurückbringt.
Der Tubist Steffen Zeller:
Der Tubist Steffen Zeller Philosoph, Musikwissenschaftler, Klavierlehrer, Chorleiter, Forsthausbesitzer und Lebenskünstler: Steffen Zeller hat viele Talente! Mag seine Rolle als Tubist auch bescheiden anmuten - auf seine harmonisch-rhythmische Standfestigkeit und den musikalischen Fachverstand kann man sich immer verlassen. Und sein Dreigroschenoper-Solo ist sowieso legendär.
Der Sousaphonist Herbert Leidel:
Der Sousaphonist Herbert Leidel Aufsehen erregt Herbert Leidel nicht nur durch die Bassläufe, mit denen er der Rhythmusgruppe ein sicheres Fundament gibt. Der gelernte Kunstschmied prägt darüber das Orchester auch in optischer Hinsicht, wenn der riesige Trichter seines original-amerikanischen Sousaphons wie ein Heiligenschein über dem Ensemble schwebt.
Der Tubist Eckard Hantke:
Der Tubist Eckard Hantke Musikalische Quereinsteiger haben das Orchester schon immer bereichert. In der JUNGLE- Terminologie bedeutet dies nicht, den Bock zum Gärtner zu machen, sondern den Klavierspieler zum Tubisten. Eckard Hantke, der sich ansonsten vorwiegend der pianistischen Pflege des modernen Jazz sowie der Ausbildung junger Musiker widmet, vollzieht diesen Rollenwechsel jedoch mit hörbarer Freude.
Der Schlagzeuger Rüdiger Splitter:
Zwar liegt die musikalische Sozialisation von Rüdiger Splitter in der Blasmusik- und New-Wave-Szene, doch hat er diese Pfade rechtzeitig zugunsten der frühen Jazzmusik verlassen. Beruflich widmet sich der Archäologe antiken Kostbarkeiten, doch findet er auch in der Musikgeschichte immer wieder herrliche Pretiosen, die er gekonnt auf die Trommelfelle überträgt.
Der Pianist Der Popmusik-Enthusiast würde eigentlich lieber Beatles als Hot Dance Music spielen. Als Musikwissenschaftler aber weiß er, dass Jazz die U-Musik der 1920er Jahre war. Und für einen überzeugten Populärmusikologen spielt der Pianist seit der Gründung des Orchesters recht stilsicheres Klavier.

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